Shotokan Karate - KaTa Do Lenting

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Shotokan Karate

Karate

Die Entwicklung des Shotokan-Karate

Das Wort Karate setzt sich aus zwei japanischen Wortteilen zusammen. "kara" steht für "leer" und "te" steht für "Hand" - frei übersetzt bedeutet das die "Kunst des Kampfes mit der leeren Hand". Worin liegt nun die Notwendigkeit des Kämpfens mit der "leeren Hand".

Die Insel Okinawa - reich an Kampfkunsttradition - wurde zu einer Präfektur Japans. Es folgte ein Gesetz das jeglichen Waffenbesitz untersagte, um einer Revolte vorzubeugen. Die Einwohner Okinawas verbanden daraufhin ihre eigenen Künste mit denen, die vom chinesischen Festland auf die Insel gelangt waren. Dies waren die ersten Entwicklungsschritte des Karate wie wir es heute kennen.

1922 lud man Gichin Funakoshi, den Begründer des modernen Karate, auf die japanische Hauptinsel ein, um dort auf einer Messe für asiatische Kampfkünste eine Vorführung zu geben. Funakoshi, Lehrer und Karatemeister (Sensei), konnte das japanische Publikum derart begeistern, dass er beschloss auf Japan zu bleiben und seine Kunst zu unterrichten.

Bald hatte Funakoshi zahlreiche Schüler und ein Dojo - Traininsraum - wurde gebaut. Dieses Gebäude wurde als Shotokan bekannt.

"Shoto" war Funakoshis Pseudonym - "kan" bedeutet Traininsort. Der Name Shotokan war geboren und bald nannte man die Kunst die Funakoshis Nachfolger ausübten, Shotokan Karate.

All das fasst die Schönheit des Shotokan Karate zusammen. Es beinhaltet nichts Überflüssiges - angefangen beim Namen, der den Inhalt auf den Punkt bringt, bis hin zum Training das hart ist und sich auf das Wesentliche konzentriert. Shotokan Karate ist der Karatestil, der heute weltweit am Häufigsten ausgeübt wird.


Die Verbreitung des Karate

Mit dem Erfolg des Karate wuchst auch die Anzahl an Lehrern und der Karateschulen. Alle Lehrer folgten mehr oder weniger Funakoshis Unterrichtsprinzipien, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ende des Zweiten Weltkrieges, mit der Besetzung Japans durch die Alliierten, hatte der Westen zum ersten Mal Kontakt mit Karate - es kam in die USA und nach Europa, und bald wurden japanische Meister in den Westen eingeladen, um Karate bekannt zu machen, so wie es Funakoshi in den 1920-er Jahren getan hatte.

Der Westen  verliebte sich in diese Kunst - besonders die Medien erlagen diesem Zauber. In den frühen 1960-er Jahren kamen 2 Karatemeister nach Großbritannien um zu lehren. Die Sensei Enoeda und Kanazawa, die immer noch aktiv sind, waren vielleicht die wichtigsten Katalysatoren für die Entwicklung des Karate im Westen. Sie unterrichteten die erste Generation britischer Karateka (Karatesportler), die einmal Schwarzgurt werden sollten. - viele von ihnen sind heute selbst Meister des Karate.


Karate heute

Heute gibt es zahllose Karatestilrichtungen und Hunderte von Vereinen und Verbänden. Während der letzten 30 Jahre zergliederte sich Karate immer weiter, und heute ist ein neuer Schüler oft verwirrt  von der Masse an Clubs und Stilrichtungen, die angeboten werden.

Natürlich kann ich hier nur für mich sprechen, wenn ich behaupte, dass es keinen "besten" oder "schlechtesten" Stil gibt, jeder Stil ist nur so gut wie Derjenige, der ihn ausübt. Fakt ist, dass Shotokan Karate eine lohnende Herausforderung ist und es mit jedem anderen Stil aufnehmen kann. Wichtig ist der Spass an der Sache selbst, die Erhaltung der körperlichen Fitness und die Formung des Geistes und des Charakters.

(Quelle:  Kevin Healey - Karate, Schritt für Schritt zum Shotokan-Meister)


 
 
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